Dienstag, 28. Juli 2009

Reinigung

anstatt intelligent und bewusst zu leben
entscheidet man sich dagegen
Fernsehen, Sitzfleisch, Apathie
Abstumpfen ist in
Shopping, Einkaufen, Anhäufen
Entspannung ist trendy
Urlaub, Aussteiger, Ausbruch
Flucht ist angesagt
Sicherheit Sicherheit Sicherheit
unser spießiges Hemmnis
Angst vor dem Leben
Leben als Gefahr
Starre
elegante Ausreden
drehen sich im Kreis
verlorener Jugend
Besitz
verharrt in Regalen
bis es manchem aufgeht
man hat gar nicht gelebt

Donnerstag, 23. Juli 2009

Gedanke Nr 1

Manchmal hat man das Gefühl, dass nichts voran geht. Alle revolutionären Gedanken sterben aus mit den Menschen, die sie einst in ihrem Kopf hatten. Ideen und Erkenntnisse, die nie die Lippen ihrer Schöpfer verlassen, gehen verloren, denn sie erreichen nicht die Öffentlichkeit, entschwinden nicht aus dem geistigen Vagen in andere Köpfe - werden nicht zum Gegenstand. Sind diese Gedanken erst Gegenstände, wenn man sie ausspricht? Wenn andere außer mir und meinem Geist ihrer Teil werden? Oder erst, wenn man diese materiell bzw. praktisch umsetzt, nach der Marx'schen Theorie? Wenn revolutionäre Gedanken nicht gehört werden, oder ihre Träger versterben ehe sie ebendiese an die Welt geben können, ist es dann Schade um die Gedanken? Sind sie für immer verloren? Ich glaube das nicht. Die Individualität des einen Gedankens geht vielleicht verloren, jedoch der Grundgedanke wird, wenn einmal von einem Individuum gedacht, immer wieder in den Köpfen gedacht werden. Nur das "Wann" kann man nicht beantworten. Man schaue sich die Vergangenheit an. Die alten Griechen hatten so viele Ideen, welche erloren gingen. Im Mittelalter durch das Joch der Kirche wurden die freien Gedanken unterdrückt, sogar bis in die Köpfe drangen die Dogmen. Doch die revolutionären Ideen konnten nicht verbannt werden, die Erkenntnisse der Antike wurden immer wieder gedacht. Dann kam die Mündigkeit, die Demokratie. Und egal wie viele Menschen getötet wurden, die diese Ideen mit sich trugen, den Gedanken an sich, der sich immer wieder im Geiste der Menschen manifestierte, den konnte man nicht ausrotten. Das ist meine Hoffnung mit der ich versuche immer wieder unsere Gegenwart zu sehen. Und! - Ich gehe davon aus, dass es nur positive Gedanken sind, die die Evolution der Erkenntnisse vorrantreiben. Denn alles Negative kann nicht bestehn - es bedeutet den eigenen Ruin.

Sonntag, 19. Juli 2009

Samstag, 4. Juli 2009

Rubrik: Entdeckung


Grevenbroicherstraße, Bedburdyck, Nordrhein-Westfalen

Das musste mal abgekratzt werden!!

Donnerstag, 2. Juli 2009

Rubrik: Entdeckung


Grünbergerstraße, Friedrichshain, Berlin.

Jetzt muss ich nur noch heruasfinden welche interessanten Leute dort hausen ;)

Die Ketten der Frau [Assoziationen zu einem Schuh]


Der Absatz eine Fruchtbarkeitgöttin, die Schnürung ein Lederriemen. Der Riemen erinnert an eine Geißel. Die Fruchtbarkeitsgöttin nach der Interpratation von Designer John Galliano hat eingeknickte Knie und einen gesenkten Kopf. Der Fuß auf diesem Podest sieht nach Schmerz aus. Als ob man in diese Position mit aller Gewalt gebracht werden muss. Allein dieser unnatürliche Knick des Fußballens in fast senkrechtem Winkel zur Ferse. Um 20-25cm größer zu sein, mit dem Po wackeln zu können, nimmt die Frau in unserer heutigen Gesellschaft immer noch eine schmückende Position wie zu Zeiten des Barock oder des 19. Jahrunderts ein.

Was soll man zu unerer Mode nur sagen? Die Frau wird immer noch geknechtet, unterdrückt, nach Männerwünschen geformt, als Sexobjekt degradiert, in die Form eines Püppchens gezwängt? Sollen diese Dummchen bald auf Nadeln laufen und den pubertierenden Mädchen ein Vorbild der idealen Schönheit sein? Nicht das wir heute schon genung Erfahrung mit Magersucht hätten. Irgenwie krieg ichs nicht in mein Gehirn, warum man nicht ein positives Frauenbild in der Mode formen kann. Ein weibliches und kein knochiges. Ein gerades und kein stolperndes. Eine Frau, die auf ihren Beinen in ihren Schuhen stehen kann ohne Schmerzmittel einschmeißen oder Lokalbetäubungen spritzen zu müssen.

Bei der Betrachtung der Fruchtbarkeitsgöttin fällt mir noch ein:
verformt, entartet, Frau erdrückt sich selbst, Frau versucht sich zu strecken um eine bessere Position zu erreichen doch schadet sich selbst dabei, alte weibliche Werte werden vergessen, matriarchalische Konzepte werden unterdrückt, Frau als Schmuckobjekt hat mehr an Wichtigkeit gewonnen als die Landarbeiterin bzw die Trägerin der natürlichen Fruchtbarkeit